Fördermittel

Erneuerbare Energien sind Energien aus Quellen, die sich kurzfristig von selbst wieder erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Neben der in der Schweiz traditionell stark genutzten Wasserkraft werden auch Biomasse, Geothermie, Sonnen- und Windenergie als «erneuerbare Energien» bezeichnet. Mit Ausnahme der Wasserkraft ist heute der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch der Schweiz noch bescheiden.

In der Volksabstimmung vom 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, und damit das Energiegesetz (EnG) vom 30. September 2016 angenommen. Das neue Energiegesetz ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Dieses schreibt vor, dass bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, ausgenommen aus Wasserkraft, ein Ausbau anzustreben ist, der

  • im Jahr 2020 bei mindestens 4.4 TWh und
  • im Jahr 2035 bei mindestens 11.4 TWh liegt.

Um diese Ziele zu erreichen, sieht das Gesetz verschiedene Förderprogramme vor:

Was wird Wie gefördert

  • Photovoltaikanlagen

    Die Graphik veranschaulicht die verschiedenen Fördermodelle für Photovoltaikanlagen in Abhängigkeit der Leistung:

  • Wasserkraft

    Wasserkraftwerke werden ausschliesslich durch das Einspeisevergütungssystem gefördert. Förderwürdig sind Anlagen mit einer mechanischen Bruttoleistung zwischen 1MW und 10MW. Von dieser Untergrenze ausgenommen sind Nebennutzungsanlagen (gemäss Art.9 EnFV).

    Nicht förderwürdige Anlagen haben die Möglichkeit, einen Investitionsbeitrag beim BFE zu beantragen.

  • Biomasse

    Biomasseanlagen werden ausschliesslich durch das Einspeisevergütungssystem gefördert. Nicht mehr förderwürdig sind Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), Schlammverbrennungsanlagen, Klär- und Deponiegasanlagen.

    Nicht förderwürdige Anlagen haben die Möglichkeit, einen Investitionsbeitrag beim BFE zu beantragen.

  • Wind

    Windkraftanlagen werden ausschliesslich durch das Einspeisevergütungssystem gefördert.

  • Geothermie

    Geothermieanlagen werden ausschliesslich durch das Einspeisevergütungssystem gefördert. Neu wird zwischen petrothermalen und hydrothermalen Anlagen unterschieden.

News

Donnerstag, 24.10.2019
Bundesrat verabschiedet Revision von Verordnungen im Energiebereich
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23.10.19 eine Teilrevision der für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien relevanten Energieförderungsverordnung (EnFV) beschlossen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Absenkung der Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. April 2020:

Photovoltaik-Anlagen im Einspeisevergütungssystem
Dienstag, 22.10.2019
Update: Wartezeiten für die Förderung von Photovoltaik-Anlagen deutlich verkürzt
Das BFE hat am 22.10.2019 Informationen zu verkürzten Wartezeiten bei der Förderung von Photovoltaikanlagen ab 2020 publiziert.
Ab 2020 wird die Wartezeit für die Einmalvergütungen für Photovoltaik-Anlagen auf unter ein Jahr verkürzt.
Bis Ende 2020 wird die KLEIV voraussichtlich für alle Anlagenbetreiber ausbezahlt, die ihr vollständiges Gesuch bis
Donnerstag, 22.08.2019
Neue Beglaubigungsformulare
Pronovo hat die Beglaubigungsformulare überarbeitet. Diese sind ab sofort gültig und können auf der Webseite von Pronovo heruntergeladen werden. Die alten Formulare werden von Pronovo noch bis 31. Oktober 2019 akzeptiert.

Am 2. April 2019 ist die revidierte Herkunftsnachweis- und Stromkennzeichnungsverordnung (HKSV) in Kraft getreten. Mit dieser Verordnung
Freitag, 21.06.2019
Geschäftsbericht 2018 der Pronovo AG
Ab sofort ist der Geschäftsbericht der Pronovo AG für das Geschäftsjahr 2018 unter folgendem Link abrufbar:

Geschäftsbericht 2018