Facts EVS

Die Stromerzeugung aus neuen erneuerbaren Energien soll bis 2020 bei mindestens 4.4 TWh und im Jahr 2035 bei mindestens 11.4 TWh liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Schweiz 2009 die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) eingeführt. Das Förderprogramm wurde zum 1. Januar 2018 in das Einspeisevergütungssystem (EVS) überführt.

 

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu EVS

  • Warteliste
    • Seit Beginn der KEV übertraf die Anzahl der Anmeldungen die Erwartungen.
    • Aus diesem Grund konnten nicht alle Anmeldungen unmittelbar in einem Förderprogramm berücksichtigt werden und es wurde eine Warteliste eingeführt.
    • Um die stetig ansteigende Warteliste wieder abzubauen, wurde 2014 die Einmalvergütung (EIV) für Photovoltaikanlagen eingeführt.
    • Der Effekt der EIV auf die Warteliste ist deutlich sichtbar, jedoch verbleiben weiterhin viele Anmeldungen auf der Warteliste.
    • Der Abbau der Warteliste erfolgt über sogenannte Zubaukontingente. Diese werden vom BFE jährlich aufgrund der zur Verfügung stehenden Mittel definiert.
    	
    	

     

  • Anlagen im EVS

    Anzahl Anlagen

    • Die grosse Mehrheit der Anlagen im EVS sind Photovoltaikanlagen
    • Windkraftanlagen sind am seltensten vertreten.
    • Bisher werden keine Geothermieanlagen gefördert
     

    Installierte Leistung

    Dabei bemisst sich die Leistung bei

    • Photovoltaik:
      nach der normierten Gleichstrom-Spitzenleistung
    • Allen anderen Technologien:
      nach der Nennleistung des Stromgenerators
     

    Jahresproduktion

    Wasserkraft und Biomasse haben die grössten Anteile an der Gesamtproduktion.

     

     

  • Vergütung

    Gesamtvergütung

    2016 wurde durch das Einspeisevergütungssystem eine Gesamtvergütung von über 500 Mio.CHF ausgeschüttet.

    Fördereffizienz

    • Die grösste Fördereffizienz weist die Kleinwasserkraft auf.
    • Die Photovoltaik hat sich bezüglich Fördereffizienz seit Beginn der KEV deutlich verbessert.

    Netzzuschlagsfond

    Der Netzzuschlagsfond wird durch einen Zuschlag auf das Netznutzungsentgelt geäuffnet. Mit diesem Netzzuschlag werden zu einem Anteil auch die Vergütungen für das EVS finanziert. Zusätzlich zu diesem Anteil am Netzzuschlag finanziert sich das EVS über die Einnahmen der Marktpreise, bei Anlagen, die im Modell zum Referenz Marktpreis einspeisen.

    Die Vergütungsbeträge für Anlagen im EVS müssen daher vom Netzzuschlagsfonds und über die Marktpreiseinnahmen finanziert werden.

    Marktpreis

    Der Anteil der Finanzierung aus dem Netzzuschlagsfonds an der Gesamtvergütung nimmt stetig zu, von 59% im 2009 zu 80% im 2016. Der Grund liegt in den zuletzt sinkenden Strommarktpreisen und den damit verbundenen tieferen Marktpreis-Einnahmen.