Einspeisevergütungssystem (EVS)

Die Einspeisevergütung ist ein Förderprogramm für erneuerbare Energien und gilt für folgende Technologien:

  • Wasserkraft von 1 MW bis 10 MW
  • Photovoltaik ab 100 kWp
  • Windenergie
  • Biomasse
  • Geothermie

Es gibt für jede dieser Technologien eigene Vergütungstarife, die anhand von Referenzanlagen pro Leistungsklasse festgelegt sind. Die Dauer der Vergütung beträgt 15 Jahre (Ausnahme Biomasse 20 Jahre).

 

  • Was ändert sich mit dem neuen Energiegesetz ab dem 01.01.2018?
    • Es werden nur noch Neuanlagen (Inbetriebnahme nach 01.01.2013) gefördert.
    • Bestehende Anlagen grösser 500 kW und Neuanlagen grösser 100 kW haben die Pflicht zur Direktvermarktung.

    Photovoltaik

    • Projektanten von Anlagegrössen zwischen 100 kWp bis 50 MWp können zwischen dem Einspeisevergütungssystem und einer Einmalvergütung wählen.
    • Anlagen bis 100 kWp haben lediglich noch Anspruch auf eine Einmalvergütung.

    Kleinwasserkraft

    • Förderwürdig sind Anlagen mit einer mittleren mechanischen Bruttoleistung von 1 MW bis 10 MW.
    • Nebennutzungsanlagen (gemäss Art.9 EnFV) können am Einspeisevergütungssystem teilnehmen, auch wenn sie kleiner als 1 MW sind.
    • Neuanlagen mit einer Leistung von mehr als 10 MW oder erhebliche Erweiterungen/Erneuerungen bestehender Anlagen von mindestens 300 kW können einen Investitionsbeitrag in Anspruch nehmen. Die Abwicklung erfolgt durch das BFE.

    Biomasse

    • Kehrichtverbrennungs-, Schlammverbrennungs-, Klärgas-und Deponiegasanlagen können ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr mit der KEV gefördert werden.
    • Neue Kehrichtverbrennungs- und neue Klärgasanlagen sowie neue Holzkraftwerke von regionaler Bedeutung und erhebliche Erweiterungen/Erneuerungen solcher Anlagen können einen Investitionsbeitrag in Anspruch nehmen. Die Abwicklung erfolgt durch das BFE

    Von den oben stehenden Ausschlüssen aus dem Einspeisevergütungssystem geschützt sind Anlagen, welche bereits durch die KEV vergütet werden oder bereits über einen positiven Bescheid verfügen. Nicht geschützt vor diesen Veränderungen sind Projekte auf der Warteliste.

Wichtig:

Mit der Energiestrategie 2050 stehen zwar mehr Fördermittel zur Verfügung. Diese sind aber weiterhin begrenzt und reichen nicht aus, um alle Anlagen mit dem EVS zu fördern. Ausserdem ist das EVS zeitlich auf Ende 2022 befristet.

  • Für Photovoltaikanlagen: Aus heutiger Sicht kann die Warteliste voraussichtlich bis zum Anmeldedatum vom 30. Juni 2012 abgebaut werden. Neuanmeldungen haben unter den aktuellen gesetzlichen Bedingungen kaum mehr eine Chance, ins EVS einzutreten.
  • Für alle anderen Technologien: Unter den aktuellen gesetzlichen Bedingungen haben voraussichtlich noch jene Projekte, welche 2015 und 2016 auf der Warteliste nach vorne gesprungen sind, eine Chance ins EVS aufgenommen zu werden. Für Projekte, die 2017 „gesprungen“ sind, ist ungewiss, ob sie noch ins Einspeisevergütungssystem aufgenommen werden können. Projekte, die ab 2018 Springer werden sowie die restlichen Anlagen auf der Warteliste haben aus heutiger Sicht voraussichtlich keine realistische Chance mehr, eine EVS-Zusage zu erhalten.