Mehwertsteuerpraxis (Fördermittel)

Aus steuerlicher Sicht ist zu entscheiden, ob es sich bei den Vergütungen und Zuschlägen um Entgelte für Energielieferungen (Art. 18 Abs. 1 MWSTG), Kostenausgleichzahlungen (Art. 18 Abs. 2 Bst. g MWSTG) oder Subventionen (Art. 18 Abs. 2 Bst. a MWSTG) handelt.

Zu beachten ist insbesondere, dass der Erhalt von Kostenausgleichszahlungen nicht zu einer Kürzung des Vorsteuerabzuges führt.

Mehrwertsteuerpraxis (EVS)

Der Vergütungssatz der Anlage gemäss Bescheid bzw. Verfügung ist inklusive Mehrwertsteuer zu verstehen. Er setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Referenzmarktpreis und der Einspeiseprämie.

Beim Referenz-Marktpreises handelt es sich um ein Entgelt aus einer steuerbaren Leistung (Energielieferung) nach Art. 18 Abs. 1 MWSTG. Der Referenz-Marktpreis wird zum Normalsatz versteuert.

Bei der Einspeiseprämie handelt es sich mangels Leistung um ein Nicht-Entgelt nach Art. 18 Abs. 2 Bst. g MWSTG (Kostenausgleichszahlung). Die Einspeiseprämie wird deshalb ohne Mehrwertsteuer ausbezahlt.

Im System der Direktvermarktung (EVS mit DV) wird neben der Einspeiseprämie ein Bewirtschaftungsentgelt ausbezahlt. Das Bewirtschaftungsentgelt qualifiziert sich mehrwertsteuerlich wie die Einspeiseprämie als Nicht-Entgelt. Deshalb erfolgt die Auszahlung ohne Mehrwertsteuer (Kostenausgleichszahlung).

Mehrwertsteuerpraxis (EIV)

Einmalvergütungen (kleine und grosse Einmalvergütungen für Photovoltaikanlagen) qualifizieren sich mehrwertsteuerlich als Kostenausgleichszahlung (Art. 18 Abs. 2 Bst. g MWSTG). Deshalb erfolgt die Auszahlung komplett ohne Mehrwertsteuer.

Mehrwertsteuerpraxis (MKF)

Die Mehrkostenfinanzierung (MKF) qualifiziert sich mehrwertsteuerlich als Kostenausgleichszahlung (Art. 18 Abs. 2 Bst. g MWSTG). Deshalb erfolgt die Auszahlung komplett ohne Mehrwertsteuer.

News

Montag, 07.05.2018
Newsletter Bevollmächtigte / Installateure
Sehr geehrte Damen und Herren
Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen in den Bereichen
Einspeisevergütungssystem (EVS), Einmalvergütung (EIV) und Herkunftsnachweise (HKN):

Zusatzinformationen zu den neuen Fördermodellen
Der neue Gesuchsprozess
Aktualisierte Formulare, gültig seit 1. Januar 2018
Netzplan bleibt weiterhin notwendig
Freitag, 04.05.2018
Newsletter Verteilnetzbetreiber und Auditoren
Sehr geehrte Damen und Herren
Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen in den Bereichen
Einspeisevergütungssystem (EVS), Einmalvergütung (EIV) und Herkunftsnachweise (HKN):

Aktualisierte Formulare, gültig per 1. Januar 2018
Netzplan notwendig bei mehreren Projekten mit gleicher Grundstücknummer
Installation eines Smart Meter Systems
Donnerstag, 03.05.2018
Praxisänderung hinsichtlich des Netzzuschlags
Mit der Revision des Energiegesetzes (EnG) erfolgt auch eine Praxisänderung bei der Anwendung des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG) für den Bereich der erneuerbaren Energien. Zur Praxisänderung hinsichtlich des Inkassos des Zuschlages auf dem Netznutzungsentgelt für das Übertragungsnetz hat Pronovo eine FAQ publiziert.
Dienstag, 20.03.2018
Update zur Einmalvergütung
Das BFE hat am 20.03.2018 Informationen zur Förderung von Photovoltaikanlagen mit Einmalvergütungen für die Jahre 2018 und 2019 publiziert.
Im 2018 wird die kleine Einmalvergütung voraussichtlich für alle Anlagen ausbezahlt, die bis Mitte September 2015 in Betrieb gegangen sind. Das betrifft rund 6‘600 Anlagen.
Mit der grossen Einmalvergütung werden
Dienstag, 07.11.2017
Vollzugstelle für Förderprogramme Erneuerbare Energien heisst Pronovo
Mit der Gründung der Pronovo AG lagert Swissgrid die akkreditierte Zertifizierungsstelle für die Erfassung von Herkunftsnachweisen und die Abwicklung der Förderprogramme des Bundes für erneuerbare Energien in eine eigenständige Tochtergesellschaft aus.
Im Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das Energiegesetz (EnG) angenommen, welches am 1. Januar