Erweiterung

Nicht nur Neuanlagen, sondern auch erhebliche Erweiterungen oder Erneuerungen von Photovoltaikanlagen können mit einer Einmalvergütung gefördert werden. Eine Anlagenerweiterung oder Erneuerung ist erheblich, wenn die Leistung der Anlage durch die Erweiterung oder die Erneuerung um mindestens 2 kW gesteigert wird. Als Erweiterungen gelten zusätzlich installierte Modulfelder, welche sich vor dem gleichen Netzanschlusspunkt wie die bisher bestehende Anlage befinden.

Für Erweiterungen wird nur ein Leistungsbeitrag im Umfang der Leistungssteigerung entrichtet. Es wird kein Grundbeitrag mehr entrichtet.

Mit der Revision der EnFV vom 1. April 2019 wurde die per 1. Januar 2018 eingeführte Karenzfrist von 15 Jahren aufgehoben. Die Karenzfrist entfällt somit ersatzlos.

Bitte beachten Sie: Für Anlagen, für welche bereits vor dem 1. Januar 2018 eine Einmalvergütung gemäss damaligem Recht beantragt oder ausbezahlt wurde und die – ebenfalls vor dem 1. Januar 2018 – auf über 30 kWp erweitert wurden, besteht für diese zusätzliche Leistung kein Anspruch auf eine EIV (Art. 104 Abs. 1 EnFV).

Eine Einmalvergütung wird für Photovoltaikanlagen mit einer Anlagenleistung inklusive sämtlichen Erweiterungen bis maximal 50 MW ausgerichtet.

Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen (bis 100 kWp; KLEIV)

Für eine Erweiterung mit einer Leistung von mindestens 2 kW und weniger als 100 kW kann die Einmalvergütung beantragt werden, sobald diese in Betrieb genommen wurde. Die Wartelistenposition ergibt sich aus dem Datum der Einreichung der vollständigen Inbetriebnahme-Meldung dieser Erweiterung bei Pronovo.

Die Wartezeit beträgt aktuell ca. eineinhalb Jahre.

Folgende Unterlagen müssen Sie Pronovo einreichen:

  • Abnahmeprotokoll mit detaillierter technischer Beschreibung oder der Sicherheitsnachweis inkl. Mess- und Prüfprotokoll
  • Beglaubigung der Anlagedaten der Erweiterung
  • Bei integrierten Anlagen: Farbfotos des Solarstromgenerators während des Baus und nach der Fertigstellung.

Es gelten die gleichen Anforderungen an diese Dokumente wie bei der Erstanmeldung für die Einmalvergütung. Reichen Sie die beglaubigten Anlagedaten spätestens drei Monate ab der Inbetriebnahme der Erweiterung ein.

Es gelten die gleichen Anforderungen an diese Dokumente, wie bei der Erstanmeldung für die Einmalvergütung.

Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen (ab 100 kWp; GREIV)

Für Neuanlagen oder Erweiterungen mit einer Leistung ab 100 kW kann bereits vor der Inbetriebnahme ein Gesuch um Einmalvergütung gestellt werden. Die Wartelistenposition ergibt sich aus dem Datum des vollständig eingereichten Gesuchs (Anmeldung) bei Pronovo.

Für neu eingereichte Gesuche zur GREIV beträgt die Wartefrist aktuell 2 – 3 Jahre

Sofern ein Projekt, welches sich bereits auf der Warteliste für eine GREIV befindet, erweitert werden soll resp. sich die projektierte Leistung verändert, ist dies Pronovo unverzüglich zu melden. Gestützt auf diese Meldung erfolgt eine Anpassung der projektierten Leistung, welche für die Festsetzung des Höchstbetrags ausschlaggebend ist.

Sobald das Projekt berücksichtigt werden kann, wird die Einmalvergütung dem Grundsatz nach zugesichert und der Höchstbetrag gestützt auf die (angepassten) Angaben des Gesuchs festgesetzt. Ab der Zusicherung läuft eine Frist von 12 Monaten für die Inbetriebnahme.

 

Grosse Photovoltaik-Anlagen werden unabhängig von der Anlagenkategorie mit dem Vergütungstarif für angebaute/freistehende Anlagen vergütet.

Spätestens drei Monate nach der Inbetriebnahme der Erweiterung ist diese Pronovo unter Beilage von folgenden Unterlagen zu melden:

  • Abnahmeprotokoll mit detaillierter technischer Beschreibung oder der Sicherheitsnachweis inkl. Mess- und Prüfprotokoll
  • Beglaubigung der Anlagedaten der Erweiterung
  • Bei integrierten Anlagen; Farbfotos des Solarstromgenerators während des Baus und nach der Fertigstellung.

Es gelten die gleichen Anforderungen an diese Dokumente wie bei der Erstanmeldung für die Einmalvergütung.